Mittwoch, 27. April 2011

Philippinen wir kommen

Hey! Noch ein kurzes Statusupdate aus Korea bevor es Übermogen Frühmogens nach Manila geht. Werde mit ein paar Studienkollegen für 12 Tage auf die Philippinen reisen. Zuerst besuchen wir für einen Tag Manila befor es dann weiter geht auf die Insel Busuanga. Von dort fahren wir mit einem Boot auf die Insel Palawan und besuchen dort mehrere Stranddörfer. Die letzten Tage werden wir dann auf der Insel Bohol verbringen und unter anderem die berühmten Chocolatehills besichtigen. Freu mich schon sehr auf Sonne, Strand und Meer ;-)
Heute haben wir eine Investmentfirma in Seoul besucht und dort einem Vortrag über deren Tätigkeiten in Schwellenländern wie China, Brasilien, usw. gelauscht. Am Abend besuchte ich die monatliche Movienight am Campus.
Die Klausuren habe ich gottseidank alle hinter mich gebracht. Waren ehrlich gesagt schwerer als ich erwartet habe. Positiv müssten sie aber schon sein...
Die Prüfungsart ist völlig anders als ich es aus Steyr gewohnt bin. Das meiste wird mit trickreichen Multiplichoicefragen abgehandelt, offene Fragen gibt es so gut wie keine und die Profs. legen viel Wert darauf alles genau so wiederzugeben wie es im Lehrbuch steht.
Der Lernstyle der Koreaner ist auch völlig anders als meiner. Sie lernen immer in Gruppen in der Bibliothek. Da war es die letzte Woche so was von überfüllt. Manche stellen sich schon Frühmorgens an um einen Platz zu bekommen. Die Bibliothek ist 24h geöffnet und viele lernen die ganze Nacht. Dazwischen schlafen sie wieder die eine oder andere Stunde auf den Büchern ein. Mein Zimmerkollege hat die letzte Woche jede Nacht gelernt. Er ist immer erst dann ins Bett gegangen wenn ich wieder aufgestanden bin. etwas verrückt aber wie heißst so schön andere Länder andere Sitten....

Freitag, 22. April 2011

Kirschenbütenzeit und Prüfungswoche

Hallo,
Die letzte Woche stand bei mir hier in Korea unter dem Titel Frühlingssonne genießen und lernen für die Midtermexams. Leider habe ich erst eine Prüfung hinter mir, der Rest ist am Mo und Di. Wie ihr seht wir Ostern hier nicht gefeiert und es ist kein Feiertag oder geschweige denn Ferien. Obwohl ca. ein Drittel der Bevölkerung Christen sind spielt das Osterfest, zumindest im öffentlichen Raum keine Rolle.
Das öffentliche Leben in Korea steht im Moment eher im Zeichen der Kirschenblüte. Überall gibt es Feste und die Leute pilgern in die Parks um die Kirschenbäume zu bewundern.
Hier ein Video vom Cherryboosomfestival in Suwon:

Hier ein paar Fotos vom der Kirschenblüte in Seoul:

Hab noch ein paar Fotos von der Uni und vom Wohnheim online gestellt:

Wünsche euch FROHE OSTERN und schöne Freiertage!
glg
Chris

Dienstag, 12. April 2011

Wo der kalte Krieg noch Realität ist...

Nachdem wir am Dienstag frei hatten, machten wir einen Ausflug nach Nordkorea, oder besser gesagt zur Grenzregion namens DMZ. Das ist ein 4 KM breiter Streifen am 37. Breitengrad der Sued- von Nordkorea trennt.

Um 5 Uhr Morgens fuhren wir mit dem Bus und der U-Bahn zum Ausgangspunkt Camp Kimpo in Seoul. Danach ging es per Bus zur zur Grenze uns in JSA Basiscamp (Joint Security Area). Je naeher man der Grenze kommt desto mehr Ueberwachungsposten und Zaeune sieht man. Auch an einigen Panzersperren kommt man vorbei. Das Land bis zur Grenze ist dennoch ganz normal bewohnt. Im JSA Camp bekamen wir zuerst eine Einfuehrung eines US Offiziers und danch ging es mit einem anderen Bus weiter bis zur Joint Security Area Panmunjom, das ist der Ort wo sich Nord- und Suedkorea treffen wenn sie miteinander sprechen bzw. verhandeln.
Das Verhandlungsgebaeude seht genau zur haelfte in Nord- zur Haelfte in Suedkorea.


Dieses Gebaeude gehoert zum Norden und wir von 2 nordkoreanischen Soldaten bewacht. Einer davor einer hinter dem Fenster im inneren.





Die US Armee ist meiner Meinung genau so wie man es aus schlechten Filmen kennt. Unser US Offizier mit cooler Sonnenbrille und Kaugummi im Mund gab strikte Anweisungen. Erhlich gesagt habe ich schon gewartet dass er zu jemandem sagt: Runter 10 Liegestuetz loooossss!!! *g*

Nach der Joint Security Area Panmunjom gings zur "Bridge of no Return". Hier mussten sich viele Gefangenen nach dem Koreakrieg entscheiden ob sie nach Süden oder nach Norden gehen. Eine Entscheidung die ihr ganzes nachfolgendes Leben massiv prägen sollte. Während der Süden einen beachtlichen wirtschaftlichen Aufschwung erlebte, sind die Menschen im Norden bis heute bitter arm. Durch die Trennung in zwei Koreas wurden viele Familien zerrissen und es gibt keine Möglichkeit der Kontaktaufnahme geschweige den des gegenseitigen Besuches. Südkoreaner ist es übrigens nicht gestattet die DMZ-Zone zu betreten.


Danach fuhren wir zu einem Bewachungsposten von wo aus man nach Nordkorea sehen kann. Das Dorf auf dem Foto liegt in Nordkorea. Es hat einen 160 Meter hohen Fahnenmasten mit einer rießigen Fahne. Südkorea hat nicht unweit davon in einem Dorf ebenfalls einen hohen Fahnenmasten stehen.

Hinter diesem Dorf liegt eine etwas größere Industriestadt wo südkoreanische Firmen mithilfe Nordkoreanischer billiger Arbeitskräfte Produkte für den südkoreanischen Markt herstellen. Etwas 300 südkoreanische Firmenbosse dürfen dieses Gelände betreten. Nach der Jahrtausendwende wurde eine Straße dorthin gebaut, welche die beiden Länder nun verbindet. Auch eine Eisenbahn wurde gebaut. Kurz vor der Grenze wurde 2002 ein nagelneuer Bahnhof gebaut. Nachdem sich 2008 die Beziehungen allerdings wieder verschlechterten wurde der Zugverkehr eingestellt. Der Bahnhof gleicht einem Geisterbahnhof.
Außerdem besuchten wir noch ein Observatorium von wo man nach Nordkorea hinüberblicken konnte und einen Tunnel welchen Nordkorea gegraben hat um eine Invasion auf Seoul vorzubereiten. Dieser wurde aber frühzeitig vom Süden entdeckt.

Nachdem jeder männliche Koreaner hier 2 Jahre Wehrdienst zu verrichten hat, ist das Heer natürlich immer wieder ein Thema unter den Studenten. Für viele ist es hart 2 Jahre dort auszuharren und heim dürfen sie nur ganz selten.
Wer Lust hat kann sich folgende Reportage von Arte dazu ansehen: ARTE Reportage


Danach waren wir noch etwas Shoppen und beim Oesterreicher in Iteawon. Habe bisher nicht gewusst dass dieser neben der Fleischhauerei auch ein Gasthaus betreibt. Dort bekommt man von Schnitzel, Leberkaese, Gulasch, Apfelstrudel und Almdudler alles was das kulinarsiche Oesterreich zu bieten hat. Der Leberkäse mit Püree und Spiegelei war Spitze.

Freitag, 8. April 2011

mein erstes Schwarzbrot

Hallo liebe Leser!

Es ist wieder mal Zeit etwas in meinen Blog zu schreiben. Lass dafür heute das fortgehen sausen ;) Nachdem ich gestern bis Zwei in einer Karaokebar war und heute wieder früh aufstehen musste weil ich eine Vorlesung hatte, lass ich heute besser mal aus.
Jetzt dauert es nicht mehr lange und die erste Prüfungswoche steht vor der Tür. Mit den Vorlesungen bin ich bis auf ein bei zwei zufrieden. In "Principles of Economics" versteh ich bis jetzt nur Bahnhof. Habe meistens keine Ahnung von was der Professor redet bzw. was er auf die Tafel mahlt. Habe mir jetzt ein Buch zur Vorlesung besorgt und hoffe dass mir bis zur Prüfung noch ein Licht aufgeht. So schwer dürfte das Themengebiet ja eigentlich nicht sein. In "Management Information Systems" habe ich leider auch einen Professor dessen Englisch man so schwer versteht. Da mich das Themengebiet aber sehr interessiert und ich ein Buch dazu habe geht es. In "Operations Management", "Organisational Behavior" und "Emerging learning and new Technologies" habe ich super Professoren. Sie waren alle ein paar Jahre in Amerika und sprechen ein sehr klares Englisch. Dachte zwar mit Mathematik abgeschlossen zu haben, aber irgendwie holt es einem immer wieder ein. ;-) In "Operations Managemant" machen wir jetzt Produktionsoptimierung, das selbe wie in Mathematik im 2. Semester. Naja wenn sie sogar in Korea den Excel Solver verwenden, dann wird er wahrscheinlich schon nützlich sein^^^

Habe letzte Woche, nachdem Caio ja vor einiger Zeit abgereist ist, einen neuen Zimmerkollegen bekommen. Wohne jetzt mit einem Koreaner zusammen. Auf den ersten Eindruck wirkt Ji-Bume, so sein Name, sehr nett. Er hat zwar ein bisschen Angst Englisch zu sprechen, aber vielleicht wird das ja noch oder ich lerne Koreanisch. *g*

Heute war ich nach der Vorlesung am Morgen etwas in Seoul unterwegs. Hier ein paar Fotos dazu. Es war so herrlich warm und Seoul wird immer schöner. Es wird immer grüner und die ersten Blumen und Bäume fangen jetzt an zu blühen.
Habe mir das War Memorial angesehen, das ist eine Art Freiluftmuseum für Kriegsspielzeug.


Danach war ich in Itaewon. Dort sieht man mehr Ausländer als Koreaner. Vor allem Amerikaner welchen nicht umweit davon stationiert sind frequentieren hier die Straßen. Man kann dort auch Kleidung und Schuhe in westlichen Größen kaufen.
Hier fand ich auch den österreichischen Fleischhauer. Habe mir natürlich ein Leberkässemmerl und eine Bosna gegönnt. Hat fast wie daheim geschmeckt. Zur Krönung fand ich auch noch Schwarzbrot dort. Was für ein Tag...
Wir haben beschlossen nach den Midterm-exams für 12 Tage auf die Philippinen zu fliegen. Freu mich schon so auf Sonne und Meer....

glg
크리스 (Chris)