Nachdem wir am Dienstag frei hatten, machten wir einen Ausflug nach Nordkorea, oder besser gesagt zur Grenzregion namens DMZ. Das ist ein 4 KM breiter Streifen am 37. Breitengrad der Sued- von Nordkorea trennt.
Um 5 Uhr Morgens fuhren wir mit dem Bus und der U-Bahn zum Ausgangspunkt Camp Kimpo in Seoul. Danach ging es per Bus zur zur Grenze uns in JSA Basiscamp (Joint Security Area). Je naeher man der Grenze kommt desto mehr Ueberwachungsposten und Zaeune sieht man. Auch an einigen Panzersperren kommt man vorbei. Das Land bis zur Grenze ist dennoch ganz normal bewohnt. Im JSA Camp bekamen wir zuerst eine Einfuehrung eines US Offiziers und danch ging es mit einem anderen Bus weiter bis zur Joint Security Area Panmunjom, das ist der Ort wo sich Nord- und Suedkorea treffen wenn sie miteinander sprechen bzw. verhandeln.

Das Verhandlungsgebaeude seht genau zur haelfte in Nord- zur Haelfte in Suedkorea.

Dieses Gebaeude gehoert zum Norden und wir von 2 nordkoreanischen Soldaten bewacht. Einer davor einer hinter dem Fenster im inneren.


Die US Armee ist meiner Meinung genau so wie man es aus schlechten Filmen kennt. Unser US Offizier mit cooler Sonnenbrille und Kaugummi im Mund gab strikte Anweisungen. Erhlich gesagt habe ich schon gewartet dass er zu jemandem sagt: Runter 10 Liegestuetz loooossss!!! *g*
Nach der Joint Security Area Panmunjom gings zur "Bridge of no Return". Hier mussten sich viele Gefangenen nach dem Koreakrieg entscheiden ob sie nach Süden oder nach Norden gehen. Eine Entscheidung die ihr ganzes nachfolgendes Leben massiv prägen sollte. Während der Süden einen beachtlichen wirtschaftlichen Aufschwung erlebte, sind die Menschen im Norden bis heute bitter arm. Durch die Trennung in zwei Koreas wurden viele Familien zerrissen und es gibt keine Möglichkeit der Kontaktaufnahme geschweige den des gegenseitigen Besuches. Südkoreaner ist es übrigens nicht gestattet die DMZ-Zone zu betreten.
Danach fuhren wir zu einem Bewachungsposten von wo aus man nach Nordkorea sehen kann. Das Dorf auf dem Foto liegt in Nordkorea. Es hat einen 160 Meter hohen Fahnenmasten mit einer rießigen Fahne. Südkorea hat nicht unweit davon in einem Dorf ebenfalls einen hohen Fahnenmasten stehen.

Hinter diesem Dorf liegt eine etwas größere Industriestadt wo südkoreanische Firmen mithilfe Nordkoreanischer billiger Arbeitskräfte Produkte für den südkoreanischen Markt herstellen. Etwas 300 südkoreanische Firmenbosse dürfen dieses Gelände betreten. Nach der Jahrtausendwende wurde eine Straße dorthin gebaut, welche die beiden Länder nun verbindet. Auch eine Eisenbahn wurde gebaut. Kurz vor der Grenze wurde 2002 ein nagelneuer Bahnhof gebaut. Nachdem sich 2008 die Beziehungen allerdings wieder verschlechterten wurde der Zugverkehr eingestellt. Der Bahnhof gleicht einem Geisterbahnhof.


Außerdem besuchten wir noch ein Observatorium von wo man nach Nordkorea hinüberblicken konnte und einen Tunnel welchen Nordkorea gegraben hat um eine Invasion auf Seoul vorzubereiten. Dieser wurde aber frühzeitig vom Süden entdeckt.
Nachdem jeder männliche Koreaner hier 2 Jahre Wehrdienst zu verrichten hat, ist das Heer natürlich immer wieder ein Thema unter den Studenten. Für viele ist es hart 2 Jahre dort auszuharren und heim dürfen sie nur ganz selten.
Wer Lust hat kann sich folgende Reportage von Arte dazu ansehen:
ARTE Reportage
Danach waren wir noch etwas Shoppen und beim Oesterreicher in Iteawon. Habe bisher nicht gewusst dass dieser neben der Fleischhauerei auch ein Gasthaus betreibt. Dort bekommt man von Schnitzel, Leberkaese, Gulasch, Apfelstrudel und Almdudler alles was das kulinarsiche Oesterreich zu bieten hat. Der Leberkäse mit Püree und Spiegelei war Spitze.
