
Mittwoch, 27. August 2008
Mittwoch, 9. Juli 2008
Daheim ist´s doch am schönsten....

Nachdem ich mich wieder eingelebt habe bin ich jetzt dabei meine Reise aufzuarbeiten und eine Fotopräsentation zu erstellen. Dabei kommen Erinnerungen und Gefühle hoch die ich nach so kurzer Zeit schon wieder vergessen habe. Wahrscheinlich mussten sie immer wieder für neue Erlebnisse platz machen. Wenn ich mir z.B. die Fotos aus der ersten Woche in Ghana ansehe und dazu meine Einträge im Tagebuch lese bin ich in Gedanken sofort wieder mitten am schwarzen Kontinent. So ein nochmaliges Durchleben ist total schön, braucht jedoch seine Zeit um alles Verarbeiten zu können.
Hoffe bald fertig zu werden mit der Fotopräsentation und freue mich alle meine Freunde, Verwandten, Bekannten, Kollegen und alle Interessierten auf einen Fotoabend einladen zu dürfen.
Dienstag, 3. Juni 2008
Die ersten Siedler Australiens
Wuerde das australische Outback erst jetzt besiedelt werden, dann stelle ich mir dass so vor wie ich zur Zeit lebe. Ein Leben in voelliger Abgeschiedenheit und totaler Unabhaengigkeit. Alleine die Fahrt bis zum naechstgelegenen Nachbarn dauert eine halbe Stunde und fuehrt ueber eine staubigen Piste aus roter Erde. Bis zur asphaltierten Hauptstrasse sind es 50 Minuten. Nach weiteren 10 Minuten erreicht man das Ortszentrum von Prarie. Es besteht aus einer Tankstelle, einem Pub, einer Volksschule, einem Postamt und das war es auch schon. Der oeffenliche Bus faehrt hier zwei mal taeglich durch. Ein mal in jede Richtung. Auch hat man ein bis zwei mal die Woche die Moeglichkeit dieses verschlafene Nest mit der Eisenbahn zu erreichen. Ist jedoch nur fuer jene zu empfehlen, die sehr viel Zeit mitbringen. Ich entschied mich dann doch fuer den Bus. Natuerlich war ich der einzige der an diesem gottverlassenen unwirklichen Ort aussteigen wollte. Etwas einer Bushaltestelle aehnlentem sucht man hier vergebens. Der Bus blieb einfach am Strassenrand stehen, liess mich aussteigen und fuhr weiter. Auf der anderen Strassenseite erblickte ich die besagte Tankstelle. Da sich in deren Umkreis nur ein weisser Pick-Up und zwei sich unterhaltende Frauen befanden, naeherte ich mich diesen vorsichtig. Als ich meinen Namen hoerte wusste ich bescheid, das ist Eva Luther die Farmbesitzerin. Es ging auch sogleich auf die Station, wie die Rinderfarmen hier genannt werden. Dort lernte ich den ueber zwei Meter grossen John und die liebenswerten Kinder Logan und Tameeka kennen. Am ersten Blick wirkt die Farm wie nach einem Bombeneinschlag. Ueberall um das Haus verstreut liegen alte verrostete Lastwagen, Autos und andere Maschinen. Es dauert ein Weilchen um die Schoenheit dieser Umgebung zu entdecken.
Die Station ist weitgehend unabhaengig von der Aussenwelt. Ein 10 Meter hoher Funkmast sorgt fuer Kommunikationsmoeglichkeiten mittels Telefon und Internet und fuer Radio und TV Empfang. Strom wird mittels Solarzellen und eines Dieselgenerators erzeugt. Wasser wird in typisch australischen Hochbehaeltern gelagert und mittels eines offenen Feuers taeglich erhitzt.
Wuerde sagen hier ist die Zeit zwar nicht stehen geblieben, die Zeiger bewegen sich jedoch deutlich langsamer.
Auf dem Gelaende um die Station weiden ueber tausend Rinder in mehreren Herden. Dass sie in dieser verdoerrten Landschaft etwas zu fressen finden verwundert. Es handelt sich um eine sehr widerstandsfaehige Rasse, welche sich von den in Oesterreich beheimateten sehr unterscheidet. Das sie im regenarmen Winter nicht verdursten, verdanken sie einem ausgekluegeltem Wasserbevorratungssystem mit zahlreichen Wasserauffangbecken, Pumpen und Speicherteichen. Jeder noch so kleine Regenguss loesst Freudentaumel bei den Farmern aus. Die Herden werden in ihrem angezaeuntem Bereich weitgehend sich sich selber ueberlassen.
Die Tier- und Pflanzenwelt ist sehr artenreich und einzigartig. Habe schon viele Kaengurus, Emus, Papagein und andere Exoten gesichtet die es nur hier in Australien gibt. Gifitige Spinnen und Schlangen sind mir bis jetzt gottseidank noch nicht zu Gesicht bekommen. Es gibt hier am roten Kontinent einen generellen Merksatz, der sowohl am Land, wie auch unter Wasser gilt. Alles was wunderschoen ist, ist giftig und alles was haesslich ist , ist gefaehrlich.
Das Leben auf den Rinderstationen ist ein Leben mit der Natur und gleichzeitig ein Leben gegen die Natur. Die Persoenlichkeiten und Charaktaere sind gepraegt von den harschen Lebensbedingungen in dieser unwirklichen und lebensfeindlichen Umgebung. Wer jetzt an ausschliesslich kommunikationsunfaehige Eigenbroedler denkt hat weit gefehlt. Die Menschen haben sich ihren isolierten Lebensbedingungen angepasst und verstehen es praechtig sich selber zu unterhalten. So wird ein Einkauf beim zwei Stunden entfernten Greissler fuer ein ausgiebiges Schwaetzchen genutzt. Telefon und Internet spielen eine wesentlich wichtigere Rolle.
Da die Kinder die Schule nur alle heiligen drei Zeiten sehen, lastet die Ausbildung der Kinder hauptsaechlich auf den Ruecken der Eltern. Unterstuetzt werden sie von Fernlehrern die sich per Telefon melden. Das es nicht immer ganz einfach ist die Kinder im eigenen Haus, mit den vielen Ablenkungen, zum lernen zu bewegen kann man sich vorstellen.
Traurig finde ich die Tatsache, dass es enorme Spannungen zwischen den Blackfallows und den Whitefallows gibt. Blackfallow ist eine eher abfaellige Bezeichung der weissen Siedler fuer die Aborigines. Diese werden von den Weissen als nichtsnuetzige, faule Alkoholiker abgetan. Die Aborigines sehen sich ihrer Kultur und ihres Landes beraubt. Auch auf der Farm wo ich bin stellen Aborigines Ansprueche, da sich der Urgrossvater dieses Land einfach selbst angeeignet hat. Die Ureinwohner wurden in Reservate und in die Grossstaedte gedraengt, wo sie meist nur vom Arbeitslosengeld leben und viele dem Alkohol verfallen. Grundproblem ist, glaube ich, dass man versucht den Aborigines eine Lebensform aufzudraengen, die sie nicht wollen. Ich kann nicht wirklich Partei beziehen und verstehe es nicht, dass man in einem so duenn besiedelten Land keine Loesung findet.
Abschliessen moechte ich meinen Bericht mit einem Zitat aus dem Buch "Fruehstueck mit Kaengurus" von Bill Bryson: "Diese Land ist gleichzeitig atemberaubend leer und voll gepackt mit Zeugs, uraltem Zeugs, Zeugs, das man nicht auf Anhieb versteht. Zeugs, das man sogar noch finden muss."
Samstag, 24. Mai 2008
70 % of the word are water, sail it!
Freitag, 23. Mai 2008
Sand Sand und nochmal Sand!
baden in den Suesswasserseen im Landesinneren - einfach traumhaft
Sonntag, 4. Mai 2008
Horses are for girls and sausages
Habe es meist vorgezogen mit dem Quardbike auszureiten. Das habe ich besser unter Kontrolle und man spuert danach nicht jeden Knochen.
Woofen ist auf jeden Fall eine grosse Erfahrung und ein Erlebniss abseits des touristischen Mainstreems.
Bilder sagen mehr als Worte:
...nervige Grossstadtkinder mit tausend bloeden Fragen...
...die Beulen waren vorher schon! ehrlich!
...Dod mit dabei auf Schritt und Tritt...
...damit den Vierbeineren in der Nacht nicht kalt wird...
nein kein Kaenguruh, das ist ein Wallaby!
Habe aber auch schon sehr viele Kaenguruhs gesichtet.
Eines wollte sogar zu uns ins Auto huepfen, hat aber vergessen die Tuere zu oeffnen.
geschafft.....das war unser Projekt in den letzten Tagen, um uns das Essen zu verdienen.
Samstag, 3. Mai 2008
"Hochsteinalmfeeling" am roten Kontinent
Neben den Eisenbahnwaggons besitzt Sue noch 2 schmuke Ferienhauser, die am Wochenende an gestresste Grossstaedter vermietet werden. An Tieren gibt es auf der Farm ca. 30 Pferde, 30 Kuehe,150 Ziegen und 4 Schaeferhunde. Alles laeuft frei irgendwo im Gelaende herum.
Es sind noch 2 weitere Woofer hier, eine Schweizerin und ein Hollaender. Unsere Aufgaben bestehen im wesentlichen in der Versorgung der Tiere, die Pferde fuer Ausritte vorbereiten und in der Animation der Gaestekinder.

